Protestaktion von medica mondiale zum Verfahren gegen Karadžic In unserer therapeutischen Arbeit mit kriegstraumatisierten Frauen erleben wir, wie wichtig es in bestimmten Phasen des Therapieprozesses sein kann, dass TäterInnen zur Verantwortung gezogen werden. Eine öffentliche Anerkennung des Unrechts, der Gewalt, die die Frauen erlebt haben und ihrer Bemühungen um ihre eigene Genesung, kann Kräfte freisetzen, um auch den freud- und friedvollen Lebensimpulsen wieder Raum geben zu können. Auf diesem Hintergrund erhält die Festnahme von Radovan Karadzic, einem der als Kriegsverbrecher gesuchten Verantwortlichen in den Jugoslawienkriegen, eine besondere Relevanz
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Da wir wissen, dass die Klärung von Recht und Unrecht in einem Kriegskontext eine besondere Herausforderung darstellt, und immer in Abhängigkeit von den politischen Verhältnissen steht, möchten wir diesen Brief mit einigen Informationen ergänzen:
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Im Juli 1995 wurde die erste Anklage gegen Karadžic, (und Mladic) erhoben. Im Mai 2006 setzte die Europäische Union die EU Beitrittsverhandlungen mit Serbien aus, weil die „Kooperation mit dem ICTY“, was hauptsächlich die Verhaftung von Mladic und Karadžic meinte, nicht ausreiche. Am 21. Juli 2008 verkündete das serbische Präsidialamt schließlich die Festnahme Karadžics in Serbien. Ergänzend dazu ein kritischer Hintergrundbericht über „die Instrumentalisierung von Recht“ aus der AG Friedensforschung der Universität Kassel, FB 05
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