Veranstaltungen
 

"Lesereise durch die Bonner Altstadt"

Autorität statt Solidarität

Wie weibliche Freiheit entsteht



Mittwoch, den 1. September 2010

19.00 Uhr in der TuBF
(für Frauen)

 

Soziale Bewegungen haben sich meist unter dem Banner der Solidarität organisiert. Auch die Frauenbewegung der 1970er Jahre versuchte - nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" - ein Sprachrohr für die Interessen von Frauen zu sein. Heute steht dieser Ansatz in Frage. 
Jüngere Frauen verstehen sich nicht mehr als Opfer einer männlichen Vormacht. Differenzen zwischen Frauen entlang von sozialer oder kultureller Herkunft treten stärker in den Vordergrund. Unter dem Label "Queer" werden Geschlechtsidentitäten grundsätzlich  in Frage gestellt und der Bezug auf das eigene Frausein als Maßstab für Solidarität fraglich.
Italienische Philosophinnen haben der Vorstellung von einem solidarischen "Wir" der Frauen schon vor zwanzig Jahren eine Absage erteilt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Grundlage weiblicher Freiheit entdeckten sie vielmehr in weiblicher Autorität, in den konkreten Beziehungen zwischen Frauen, die gerade aus ihren Unterschieden den Hebel für gesellschaftliche Veränderung machen.

Antje Schrupp geht in ihrem neuen Buch "Was wäre wenn. Über das Begehren und die Bedingungen weiblicher Freiheit" diesen Themen nach und zeigt, wie eine feministische Praxis entstehen kann, die die veränderten gesellschaftliche Realitäten aufgreift, ohne jedoch bei der Vorstellung zu enden, heute sei längst alles "post-gender".
Denn auch wenn es kein gemeinsames "Wir" der Frauen gibt, so ist die Geschlechterdifferenz doch keineswegs irrelevant geworden. 

       
 
   
       
   
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